Aktuelles aus der Runderneuerung

Schon 2011 fand in Frankfurt die große Runderneuerungskonferenz zur Zukunft der europäischen Runderneuerung in Frankfurt statt.

 

Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer des BRV und Michael Schwämmlein, Technischer Consultant des BIPAVER stellten damals das BRV/BIPAVER Re Tyre Projekt vor.
Das BRV/BIPAVER Re Tyre Projekt bietet ein praktikables Verfahren, die gesetzlichen Regelungen für das Typengenehmigungsverfahren sowie die Reifenkennzeichnungspflicht ("Ökolabeling") in die Praxis umzusetzen und soll damit die Zukunftsfähigkeit der europäischen Runderneuerung sichern.

 

Die Finanzierung des Projektes wurde von den Teilnehmern anlässlich der Runderneuerungskonferenz einstimmig beschlossen.

 

Die Vortragscharts zur Runderneuerungskonferenz können Sie sich hier kostenlos downloaden. (PDF, 3,84 MB)

Über den Fortschritt des BRV/BIPAVER Re Tyre Projektes können Sie sich auf der eigens eingerichteten Website informieren unter: www.retyre-project.eu

 

 

 

Runderneuerer

Runderneuerung von Reifen

Bei der Reifenrunderneuerung wird ein großer Teil des abgefahrenen Reifens – der Reifenunterbau – wiederverwendet. D.h., es wird nicht der ganze Reifen runderneuert, sondern „nur“ die Lauffläche. Das ist auch gut so – denn die Herstellung der Reifenkarkasse mit den Stahlcordeinlagen ist heute bei den Anforderungen, die an Reifen gestellt werden, ein komplizierter und hochtechnischer Produktionsablauf. Damit wird die Karkasse mit der Runderneuerung einem zweiten Einsatz zugeführt und muss zunächst nicht verbrannt oder deponiert werden. Das rechnet sich für die Umwelt: Im Vergleich zur Herstellung eines Neureifens, werden bei der Runderneuerung 70% Energie eingespart.

Dabei ist die Runderneuerung von Reifen (Pkw-Reifen, Lkw-Reifen, EM-Reifen usw.) selbst heute ein hoch industrialisierter und zum Teil voll automatierter Prozess, der im Rahmen der Typengenehmigung runderneuerter Reifen nach UN-ECE-Regelung 108 und 109 strengen Qualitätskriterien, sowohl den Produktionsprozess, als auch der externen Produktprüfung betreffend, unterliegt.

 

 


Die Pkw-Reifen-Runderneuerung


Jeder PKW-Reifen darf nur einmal runderneuert werden. Die Karkasse (der Reifenunterbau) muss die Qualitätsansprüche  erfüllen. Die vorgesehenen Profile und das Material für die Lauffläche müssen höchsten Sicherheitsstandards genügen. Zu den Prüfbestandteilen der externen Kontrollen zählen Hochgeschwindigkeits- und Kombinationstests. In Deutschland werden Pkw-Reifen in den Werken der Firma Rigdon GmbH in Günzburg sowie bei King-Meiler in Dissen a.T.W. runderneuert.

 

Wissenswertes und technische Details zur Pkw-Runderneuerung finden Sie auch in der AIR-Broschüre (PDF 1,2 MB).

Die AIR (Arbeitsgemeinschaft industrieller Runderneuerer) ist eine Arbeitsgemeinschaft innerhalb des BRV (Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.).

 

 

 

Die Lkw-Reifen-Runderneuerung

Was die allerwenigsten wissen – LKW-Reifen werden in der Regel 1-2 x und für abseits der Straße bis zu 3 x runderneuert – und das mit Erfolg. Zugegeben – die Anforderungen – speziell im Hochgeschwindigkeitsbereich sind nicht so hoch – dafür aber müssen LKW-Reifen extrem lange Strecken aushalten, sie müssen hohe Lasten tragen, werden oft abseits der Straße eingesetzt und im Fernverkehr den widrigsten Witterungs- und Straßenbedingungen ausgesetzt – und trotzdem – bei fachgerechten Runderneuerungen leistet allein eine Karkasse bis zu 500.000 km.

Lkw-Runderneuerungsbetriebe in Deutschland können Sie über die Postleitzahlen-Suchfunktion auf der Seite www.deutschland-runderneuert.de finden.

 

Wissenswertes rund um die Lkw-Runderneuerung erfahren Sie ebenfalls auf der Website www.deutschlandrunderneuert.de.

 

 

 

Nach oben