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Mit Snowboots zum Strand?

12.04.2017

Der Bundesverband Reifenhandel empfiehlt Pkw-Fahrern den Wechsel auf Sommerreifen – sie bieten bei warmem Wetter mehr Fahrkomfort und höhere Fahrsicherheit als M+S-Pneus

In Snowboots zum Strand? Auf diese Idee würde wohl kaum jemand kommen. So wie es für kalte und warme Temperaturen jeweils das richtige Schuhwerk gibt, werden auch speziell für Sommer und Winter entwickelte Kfz-Reifen angeboten. Nur sind die nicht ganz so schnell gewechselt wie Schuhe, weshalb jetzt so mancher Autofahrer vielleicht mit dem Gedanken spielt, die lästige Reifenwechselei einmal sein zu lassen und die im letzten Herbst aufgezogenen Winterreifen über den Sommer weiterzufahren.

 

Das aber ist keine gute Idee, meint Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer und Technikexperte beim Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV, Bonn). Und erklärt auch gleich, warum: „Moderne Fahrzeugreifen sind von der Gummimischung und Profilgestaltung her auf bestimmte Temperaturbereiche und wetterbedingte Straßenverhältnisse zugeschnitten. Deshalb bieten Sommerreifen im Sommer und M+S-Reifen im Winter nicht nur besseren Fahrkomfort, sondern auch erhöhte Fahrsicherheit. Das ist durch zahlreiche Fahr- und Bremstests eindeutig erwiesen.“


Der BRV empfiehlt deshalb für die kommende warme Jahreszeit wieder den Umstieg auf Sommerreifen und gibt dazu folgende Tipps:

 

  • Bei jedem Reifenwechsel sollten die Räder neu ausgewuchtet werden, damit das Fahrzeug optimal ruhig läuft und Fahrzeug wie Reifen nicht vorzeitig verschleißen.

  • Wer ein mit pannensicheren Runflat-Reifen ausgerüstetes Fahrzeug hat oder auf Hochleistungsreifen mit breiter Lauffläche für Geschwindigkeiten über 240 km/h unterwegs ist, sollte den Reifenservice in spezialisierten Reifenfachwerkstätten machen lassen. Erkennbar sind diese am sogenannten wdk-Zertifikat. Es weist nach, dass sowohl die Werkstattausrüstung als auch das Montagepersonal den erhöhten Anforderungen dieser Reifentypen genügen und die sensiblen High-Tech-Produkte hier sicher montiert werden.

  • Auch Fahrzeuge, die mit einem Reifendruck-Kontrollsystem (RDKS) ausgestattet sind, sollten zum Rad-/Reifenwechsel in die Fachwerkstatt. Seit 1. November 2014 sind RDKS für neu zugelassene Pkw, Geländewagen und Wohnmobile gesetzlich vorgeschrieben. Die elektronisch messenden Systeme sind im Zuge des Reifenservice zu warten und neu zu kalibrieren, sie dürfen nicht dauerhaft deaktiviert werden, weil dies ein bei der Fahrzeug-Hauptuntersuchung zu beanstandender Mangel wäre.
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