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Reisen mit Pkw und Wohnmobil: Tipps für den Reifen-Check

01.06.2017

Mit dem Start der Sommerferien beginnt die knapp zweimonatige Haupt-Urlaubssaison. Höchste Zeit für Autoreisende, ihr Kraftfahrzeug reisefit zu machen. Dazu gehört unbedingt ein Check der Reifen, denn sie sind es, die das meist schwer beladene Fahrzeug über große Distanzen sicher in der Spur halten müssen.

Tipps dafür gibt die Reifenmeisterinnung Bayern:

  • Luftdruck prüfen (am kalten Reifen) und je nach Zuladung gemäß Betriebsanleitung des Fahrzeugs für die Urlaubsfahrt erhöhen. „Zu geringer Luftdruck erhöht den Kraftstoffverbrauch und Schadstoff-Ausstoß, vermindert die Lebensdauer der Reifen, verschlechtert die Fahrstabilität des Fahrzeugs“, erläutert BRV-Technikexperte Hans-Jürgen Drechsler. Übermäßige Materialerhitzung infolge erhöhten Rollwiderstandes kann zudem Reifenplatzer verursachen.

  • Reifenprofil prüfen. Vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter, gemessen in den Hauptrillen. Allerdings empfehlen Reifenexperten aus Sicherheitsgründen einen Austausch von Sommerreifen schon bei mindestens drei Millimetern Restprofil. Unterhalb dieser Grenze verschlechtert sich das Bremsverhalten und die Aquaplaninggefahr ist deutlich erhöht.
  • Sichtprüfung der Laufflächen und Seitenwände vornehmen. Wer starken oder einseitigen Abrieb, eingefahrene Fremdkörper oder Beulen an der Reifenflanke feststellt, sollte zur genauen Diagnose und Abhilfe einen Reifenfachbetrieb aufsuchen.

  • Reservereifen in den Reise-Check einschließen. Dessen Luftdruck sollte um ca. 0,2 bar höher sein als das Fahrzeughersteller-Soll vorgibt. Ist das Ventil verschmutzt, sollte es gewechselt werden. Wie alle kaum oder gar nicht gefahrenen Reifen sollte der Pneu auf dem Reserverad aus Sicherheitsgründen nicht älter als sechs bis höchstens acht Jahre sein.

  • Wer vor Reiseantritt noch die Reifen wechselt: Auswuchten nicht vergessen! „Regelmäßig beim Radwechsel sollten die Räder auf optimale Laufruhe geprüft und eingestellt werden“, erläutert Reifenexperte Drechsler. Dass regelmäßiges Wuchten aller vier Räder technisch notwendig ist, haben alle deutschen Automobilhersteller in der Vergangenheit wiederholt erklärt.

  • Besondere Aufmerksamkeit verdienen Wohnwagen- und Wohnmobilreifen. Lange Standzeiten ohne Luftdruckkontrolle, direkte UV-Strahlung und Fahren mit Überlast verursachen gerade an diesen Fahrzeugtypen häufig Reifenpannen. Wichtig zu wissen: Wohnwagen mit 100 km/h-Zulassung dürfen nur mit Reifen gefahren werden, die nicht älter als sechs Jahre sind.
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